10 Jahre Elektromobil TravelScoot
Zusammenklappbarer Mobility Scooter TravelScoot

Beförderungspflicht für Behinderte und deren Hilfsmittel

Im öffentlichen Nah- und Fernverkehr besteht eine allgemeine Beförderungspflicht für Behinderte und deren Hilfsmittel, wie E-Rollstühle, E-Scooter und Elektromobile. Bei der Mitnahme von Mobilitätshilfen sind allerdings einige Einschränkungen und Verbote zu beachten, die hier in der Folge beschrieben werden.

Mitnahmebeschränkungen von Elektromobilen in Bussen und Straßenbahnen

Trotz der Beförderungspflicht von Behinderten und deren Hilfsmitteln sind bis heute in Bussen und Straßenbahnen keine Sicherheitsgurte für die Fixierung dieser Hilfsmittel installiert. Die einzige Methode, diese Hilfsmittel im ÖPNV mitzuführen und zu nutzen, war daher bislang während der Fahrt auf dem Hilfsmittel sitzen zu bleiben und sich "irgendwo" festzuhalten.

Speziell in Bussen wurde von den öffentlichen Verkehrsbetrieben diese Art der Mitnahme von Hilfsmitteln zunehmend als gefährlich eingestuft und aufgrund eines technischen Gutachtens wurden seit 2014 von vielen Verkehrsbetrieben Mitnahmeverbote für E-Mobile verhängt. Dieses Verbot zog zahlreiche Klagen von Behindertenverbänden nach sich.

Die Mitnahme von Hilfsmitteln – wie E-Rollstühle, E-Scooter und Elektromobile – in Bus, Straßenbahn, U-Bahn, S-Bahn und im Fernverkehr erfolgt für Menschen mit einer Behinderung kostenfrei. Sie müssen hierfür kein Ticket lösen.

Beförderungspflicht für E-Scooter mit aufsitzender Person

Am 15. März 2017 trat daher ein bundesweiter Erlass in Kraft, welcher die Mitnahme von E-Mobilen in Bussen und Straßenbahnen zwar regelt, aber leider die meisten Hilfsmittel dabei aussperrt.

Demnach sind nur vierrädrige ungesicherte E-Mobile mit aufsitzender Person und mit bestimmten Anforderungen an deren Bremssysteme zur Mitnahme erlaubt. Diese Elektromobile wiegen leer ab 45 kg und dürfen gemeinsam mit dem Fahrer max. 300 kg erreichen. Diese sperrigen vierrädrigen Mobile aber sind nur schlecht in engen Bereichen zu manövrieren und eignen sich daher nur mäßig für die Mitnahme in Bussen des ÖPNV.

Beförderungsverbot für dreirädrige Elektromobile mit aufsitzender Person

Mit dem Erlass von März 2017 sind nun grundsätzlich alle ungesicherten dreirädrigen Elektromobile mit aufsitzender Person in Bussen und Straßenbahnen verboten, mit der Begründung, dass diese bei Notbremsungen sowie anderen abrupten Fahrmanöver kippen, ausdrehen und unkontrolliert in Bewegung kommen können und dabei die aufsitzende Person sowie unbeteiligte Fahrgäste zu Schaden kommen könnten.

Da nun aber gerade diese leichteren dreirädrigen E-Mobile für die Mitnahme im Bus sowie zum Vorwärtskommen in engen Bereichen wie Geschäften und dergleichen wesentlich besser zu Besorgungen prädestiniert wären, braucht es eine andere Mitnahme-Methode: gesichert und ohne aufsitzende Person und TravelScoot hat diese entwickelt.

Selbstsicherung (GM) für Elektromobile in Bus und Straßenbahn

Elektromobil-Benutzer haben im Allgemeinen noch eine Rest-Gehfähigkeit und sollten in der Lage sein sich im Bus umzusetzen, dabei dürfen sie natürlich ihr Fahrzeug nicht ungesichert alleine stehen lassen. TravelScoot hat deswegen eine Selbstsicherung (GM) für Bus und Straßenbahn zur Serienreife entwickelt, welche mit E-Mobilen aller Fabrikate mitgeführt wird und es ermöglicht das Hilfsmittel in Bus und Straßenbahn abzusichern. Es ist vom E-Mobil-Benutzer zu erwerben.

Die Sicherung besteht im Prinzip aus einer Klemme, welche in wenigen Sekunden rutschfest an einer Haltestange im Fahrzeug des ÖPNV angebracht wird. Zwei schon vorher am E-Mobil angebrachte Gurte, einer am Lenker und der andere am Sitz-Aufbau, werden an der Klemme eingeklinkt und gestrafft. Das Elektromobil ist nun gesichert und kann nicht mehr wandern oder kippen. Der Nutzer kann nun auf einem Fahrgastsitz in der Nähe Platz nehmen. Auch Kinderwägen können damit gesichert werden!

Elektromobil TravelScoot in einem Bus der MVG mit Gurtsicherung abgesichert

Bitte beachten Sie folgendes Video, welches die Benutzung der Gurtsicherung für Elektromobile in Bus und Straßenbahn genauer vorstellt:


Elektromobil TravelScoot mit Gurtsicherung im Bus

Mitnahme des Elektromobils TravelScoot in Straßenbahnen und Bussen der MVG

Davon unabhängig hat im Januar 2018 die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) das dreirädrige Elektromobil TravelScoot zur Mitnahme freigegeben, wenn der Nutzer in der Lage ist, das Fahrzeug ohne Rampenbenützung selbstständig in den Bus hereinzuheben und sich im Fahrzeug einen festen Stand zu verschaffen.

Das E-Mobil wird in diesem Fall als Gehhilfe, entsprechend einem Rollator, klassifiziert und darf in Bussen und Straßenbahnen mitgeführt werden.

Es wäre wünschenswert, wenn andere Verkehrsgesellschaften dem Beispiel folgen würden.

Hier finden Sie Informationen, wie Sie den elektrischen Scooter TravelScoot in Bahn (ICE) und S-Bahn nutzen können

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